Bildungstalk Folge 20

Eine kurze Zusammenfassung des Podcasts Bildungstalk Folge 20.

Ralph Müller – wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Megadigitale (SLURL).

  • SL ist ein sozio-ökonomisches Experimentierfeld. Wichtig ist Kommunikation und soziale Interaktion.
  • SL bietet dem Benutzer Möglichkeiten, die er im wirklichen Leben nicht hat (fliegen, Überwindung räumlicher Distanzen etc.)
  • SL ist auch ein „kleiner Wirtschaftsraum“.
  • Bereits bestehende Einsatzmöglichkeiten von SL im Bildungsbereich
    • Nachbildung klassischer Seminare
    • Externe Experten im virtuellen Hörsaal
    • Praxisseminar / Werkstatt / Simulation (z.B. bei Architektur, Gesundheits- und Sozialwesen)
    • Virtuelle Exkursionen (z.B. im virtuellen Rom)
  • Aufbau einer virtuellen Dependance für das Beratungsbüro
    • Konzept? Sprechstunden? Wie wird das organisiert?
  • Anforderungen zum Aufbau einer virtuellen Dependance
    • Einrichtung besorgen (selbst machen vs. ankaufen)
    • Abrechnung der virtuellen Währung Linden-Dollar in der realen Finanzabrechnung
    • Event-Charakter mit lebenden Personen, nur nur „stilles Informationsangebot“.

Bernd Schmitz – Dozent für Multimedia an der Rheinischen Fachhochschule Köln (SLURL).

  • SL wird als Erweiterung des Internets in der Zukunft eine große Rolle spielen.
  • Aber im Moment ist „Web 3D“ noch in einem experimentellen Status.
  • Angebot in SL
    • Vorbereitung für Klausuren
    • Vorlesung mit externen Experten
      • Experte ist virtuell anwesend
      • Studenten sind ebenfalls virtuell anwesen …
      • … oder die virtuelle Vorlesung wird per Beamer übertragen in einen Vorlesungssaal an der FH, …
      • … von dort wird per Webcam das Bild aus dem realen Hörsaal in den virtuellen übertragen.
  • Vergleich SL zu herkömmlichem WBT
    • WBT bieten in bestimmten Bereichen gute Erfolge
    • SL hat dazu besonderen Stellenwert,  weil sich die TN gegenseitig virtuell wahrnehmen können.
    • Generell gute Erfahrung
    • Nachteil: Sehr hohe Lernkurve bei der Benutzung von SL
    • Wie kann die Lerngruppe an SL herangeführt werden?
  • Rückmeldung von Teilnehmern
    • Normale Verteilung zwischen Zustimmung und Ablehnung wie auch bei traditionellen Veranstaltungen
    • Muss Spaß machen
  • SL-Veranstaltungen haben Pilotcharakter. Beim derzeitigen Stand der Dinge kann er sich nicht vorstellen, seine Veranstaltungen komplett über SL anzubieten.
  • Prognose: 40% der Aktivitäten auf Second Life werden mit Lernen oder kollaborativem Arbeiten zu tun haben.
    • Tendenz seit 2006: Mehr und mehr Bildungsinstitutionen sind in SL vertreten. (2008: 40 Institutionen in Deutschland)
    • Virtuelle Welten werden in der Zukunft immer wichtiger werden.
    • Die Verbindung zwischen Browser und Virtueller Welt wird immer geringer werden.
    • Virtuelle Welten werden weiterhin in Trainings jetzt schon eingesetzt (bei IBM z.B.). Dies wird zunehmen.
    • Es gibt noch andere VW-Lösungen außer SL.
    • VW sind nicht für alles sinnvoll, beispielsweise Lexikonrecherche.

Matthias Rückkel – E-Learning-Spezialist und SL-Akteur.

  • Potenzial für SL in
    • Verhaltenstraining
    • Kompetenzaufbau
    • Kommunikationstraining
    • Interkulturelles Training
    • Sprachentraining
  • Eliminierung von Metaerklärungen bei Rollenspielen („Stellen Sie sich vor …“) – die Situation kann in SL direkt dargestellt werden.
  • Erster Schritt: SL als Kommunikationsplattform (Vorlesungen, Seminare, …)
    • Einfach durchzuführen
    • Wird schon regulär eingesetzt
  • Zweiter Schritt: Einrichtung von Lernparks
    • Beispiel: Gestreamtes Video – Im ’normalen‘ Web wird das individuell angesehen …
    • … in SL kann das eine Gruppenveranstaltung sein (an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit)
    • Ergo: Klassisches Selbstlernen kann in SL zu einer Gruppenaufgaben werden.
    • Das kann gesteuert werden durch die Aufgabenformulierung.
    • Oder Selbstlernen, indem die Lerngegenstände individuell auf die Lerner reagieren.
  • Vorteil von 3D-Welten
    • Möglichkeit der Immersion aus einer individuellen Perspektive
    • Beispiel: Australische Universität hat ein sich veränderndes Gebäude, dadurch werden Eindrücke von Schizophrenen erlebbar.
    • Beispiel: Übernahme einer anderen Rolle (andere Abteilung, Kunde, …) in Rollenspielen
    • Beispiel: Vermittlung eines Gefühls für Große – Wie groß ist das Abgebildete in der Wirklichkeit?
  • Aber: Im Moment kann noch keine Bilanz gezogen werden über die Mehrwerte von SL.
  • Prognose: Verbindung mit LMS (Moodle etc.)

Sarah Voß – wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grafische Datenverarbeitung des Instituts für Informatik der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

  • Durchführung einer Veranstaltung „Einführung in das IT-Projektmanagement“ im WS 2007/08 auch über SL
  • Durchführung von virtuellen Meetings
  • Einteilung der Studenten in 6 Projektgruppen (Kunde, Softwareentwicklung, …)
  • Meetings zwischen den Projektgruppen in SL
  • Hintergrund
    • Bessere Möglichkeit zur Identität mit der Rolle durch eigene Räume, eigene Figur etc.
    • Erleichterung des Rollenspiels
  • Herausfoderung
    • Umgang mit Clientsoftware, viele Teilnehmer hatten noch keine Erfahrungen mit SL
  • Mehrwerte für das Seminar
    • Anonymität gegeben, weil nur der Avatar sichtbar ist.
    • Leute, die sonst ungern Präsentationen halten, können durch den Avatar leichter eine Präsentation halten.
    • Flexibilität im Zeitmanagement
    • durch 3D-Umgebung ist das Gefühl stärker, zusammen an einem Ort zu sein.
  • Durchführung
    • Textchat (nicht Voicechat) – man soll nicht gleich das Geschlecht der Person hinter dem Avatar erkennen.
    • Texte können vorbereitet werden und dann per Copy-Paste eingefügt werden.
    • Verlaufsprotokolle können weiterverwendet werden.
    • Am Ende: Abgabe eines Projekthandbuchs
  • Reaktion der Studenten
    • Im Großen und Ganzen positive Evaluierung.
  • Evtl. erneute Anwendung von SL im nächsten Semester.
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One Response to Bildungstalk Folge 20

  1. sascha sagt:

    John Traxler hat im receiver ein Artikel zu „Mobile learning in ‘developing’ countries – not so different“ geschrieben. Ich finde, dass er sehr gut geschrieben ist. Es zeigt ein Blick über den Tellerrand.

    Mehr unter:
    http://www.receiver.vodafone.com/mobile-learning-in-developing-countries

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