Gruppe 1 – Tokio Hotel

November 10, 2007

Tokio Hotel

Warum habe ich nun das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen? Vermutlich liegt das daran, dass alle Praktikantinnen beginnen, die Augen zu verdrehen, wenn ich „Tokio Hotel“ erwähne. In Deutschland muss wohl das Tokio Hotel-Fieber so stark gewütet haben, dass es allen Nicht-Fans einfach zu viel geworden ist.

Natürlich sind Tokio Hotel eine Band, die nicht gerade dadurch glänzt, dass sie die innovativste oder „ehrlichste“ Musik hervorbringen. Aber Hand aufs Herz – machen dies die meisten Popgruppen besser?

Stattdessen bietet diese Band auch einige Stärken:

  1. Die Musik der Band ist solide produzierter Pop-Rock, der die Balance zwischen dem Romantischen und dem Krachigen ganz gut schafft.
  2. Die Texte der Band sind auch für Deutsch-Anfänger verständlich bzw. können mit relativ geringem Aufwand erarbeitet werden. Trotzdem wirken die Texte nicht zu einfach oder billig.
  3. In Thailand ist die Musik von musikalisch vergleichbaren Gruppen wie Silly Fools, Sek Loso oder Clash
    äußerst populär. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass die Band auch bei thailändischen Jugendlichen und Studenten gut ankommt.
  4. Ebenso populär ist in Thailand so ein androgyner Look, der vom J-Rock herrührt. Beispiel: Golf & Mike. Ich denke also, dass Tokio Hotel einige Anknüpfungspunkte für Thailand bieten.
  5. Tokio Hotel haben schon zum Beispiel in Frankreich Deutsch als Sprache für Jugendliche populär gemacht. So schreibt das z.B. der Stern, und die Konrad-Adenauer-Stiftung berichtet von dem Erfolg der Band in Israel.

Das Liedbeispiel, das ich ausgesucht habe ist Spring nicht.

Hier ist der Videoclip bei YouTube.

Der Text des Liedes:

„Spring Nicht“

Über den Dächern,
ist es so kalt,
und so still.
Ich schweig Deinen Namen,
weil Du ihn jetzt,
nicht hören willst.
Der Abgrund der Stadt,
verschlingt jede Träne die fällt.
Da unten ist nichts mehr,
was Dich hier oben noch hällt.

Ich schrei in die Nacht für Dich,
lass mich nicht im Stich,
Spring nicht.
Die lichter fangen Dich nicht,
sie betrügen Dich.
Spring nicht.
Erinner Dich,
an Dich und mich.
Die Welt da unten zählt nicht,
Bitte spring nicht.

In Deinen Augen,
scheint alles sinnlos und leer.
Der Schnee fällt einsam,
Du spürst ihn schon lange nicht mehr.
Irgendwo da draussen,
bist Du verloren gegangen.
Du träumst von dem Ende,
um nochmal von vorn anzufangen.

Ich schrei in die Nacht für Dich,
lass mich nicht im Stich
Spring nicht.
Die lichter fangen Dich nicht,
sie betrügen Dich.
Spring nicht.
Erinner Dich,
an Dich und mich.
Die Welt da unten zählt nicht,
Bitte spring nicht.

Ich weiss nicht wie lang,
Ich Dich halten kann.
Ich weiss nicht wie lang.

Nimm meine Hand,
wir fangen nochmal an.
Spring nicht.

Ich schrei in die Nacht für Dich,
lass mich nicht im Stich
Spring nicht.
Die lichter fangen Dich nicht,
sie betrügen Dich.
Spring nicht.
Erinner Dich,
an Dich und mich.
Die Welt da unten zählt nicht,
Bitte spring nicht.

Spring nicht.
Und hält Dich das auch nicht zurück.
Dann spring ich für Dich.

Quelle: http://www.azlyrics.com/lyrics/tokiohotel/springnicht.html

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Deutschpop-Festival

November 10, 2007

So, nachdem ich nun in Deutschland sitze, um eine Fortbildung fürs Goethe-Institut zu leiten, und die dazugehörenden Besuche bei Eltern, Oma und Freunden hinter mir liegen :-( , habe ich wieder etwas Zeit, mich um die Aufgaben des Multimediaführerscheins zu kümmern.

Die Aufgabe ist, zwei interessante Deutschpop-Vertreter für ein Deutschpopfestival des örtlichen Goethe-Instituts (also Goethe-Institut Thailand in meinem Fall) vorzustellen.

Wie also auswählen? Barbara Breslau hat einige nützliche Vorüberlegungen in ihrem Blog veröffentlicht, unter welchen Gesichtspunkten sie die beiden Gruppen auswählt. Dennoch werde ich diese Kategorien für mich und für Thailand etwas variieren.

  • die Gruppe muss mir gefallen (Texte, Musik)
  • die Gruppe muss auf die eine oder andere Weise im Zielland kulturell verständlich sein
  • die Gruppe muss Deutsch singen – Deutsch ist mein Produkt / meine Ware
  • die Gruppe kann durchaus auch kontrovers sein
  • die Texte müssen taugen – Nutzen für den/ Einsatz im Deutschunterricht